Eingabe (Pseudocode)
Im Eingabefeld Strg+Eingabe löst direkt das Rendern aus. Schlüsselwörter: SEQUENZ, WENN, SONST, FALL, IST, SOLANGE, WIEDERHOLE, ENDLOSSCHLEIFE, ABBRUCH, AUFRUF, RUECKGABE, ENDE. Einrückung bestimmt Verschachtelung.
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Pseudocode-Anleitung für Braille-Struktogramme
Diese Anleitung beschreibt die Eingabesyntax, mit der du Nassi-Shneiderman-Diagramme (Struktogramme) für taktilen Braille-Output erzeugst.
Grundprinzip
- Einrückung bestimmt Verschachtelung (wie Python).
- Großbuchstaben für Schlüsselwörter.
- Jeder Block beginnt mit einem Schlüsselwort und endet mit
ENDE.
Schlüsselwörter
| Schlüsselwort | Bedeutung |
|---|---|
SEQUENZ | Startet einen neuen Anweisungsblock |
WENN | Bedingte Verzweigung (if) |
SONST | Alternative eines WENN-Blocks |
FALL | Fallunterscheidung (switch/case) |
IST | Einzelner Fall innerhalb von FALL |
SOLANGE | Kopfgesteuerte Schleife (while) |
WIEDERHOLE | Fußgesteuerte Schleife (do-while) |
ENDLOSSCHLEIFE | Endlosschleife |
ABBRUCH | Abbruchbedingung einer Endlosschleife |
AUFRUF | Unterprogrammaufruf |
RUECKGABE | Rückgabewert |
ENDE | Beendet einen Block |
Blöcke und Einrückung
1. SEQUENZ
SEQUENZ a = 1 b = 2 summe = a + b ENDE
- Jede Anweisung steht in einer eigenen Zeile.
- Die Zeilen innerhalb von
SEQUENZsind eingerückt.
2. WENN / SONST
WENN a > b Ausgabe: a ist größer SONST Ausgabe: b ist größer oder gleich ENDE
- Die Bedingung steht in der
WENN-Zeile. SONSTist optional.WENNundSONSTmüssen gleich weit eingerückt sein.- Der Inhalt von
WENNundSONSTwird weiter eingerückt.
3. FALL / IST / SONST
FALL monat
IST 1
Ausgabe: Januar
IST 2
Ausgabe: Februar
IST 3
Ausgabe: März
SONST
Ausgabe: anderer Monat
ENDE
FALLgefolgt vom Prüfausdruck.ISTfür jeden möglichen Wert.SONSTals letzter Fall für alle übrigen Werte.- Die
IST-Werte (0, 1, 2…) werden in der Kopfzeile angezeigt.
4. SOLANGE
SOLANGE i < 10 summe = summe + i i = i + 1 ENDE
- Kopfgesteuerte Schleife: Bedingung oben, Body eingerückt darunter.
5. WIEDERHOLE
WIEDERHOLE summe = summe + i i = i + 1 SOLANGE i < 10 ENDE
- Fußgesteuerte Schleife: Body oben, Bedingung unten.
SOLANGEsteht am Ende und prüft die Wiederholung.
6. ENDLOSSCHLEIFE / ABBRUCH
ENDLOSSCHLEIFE Daten einlesen ABBRUCH daten == null Daten verarbeiten ENDE
ENDLOSSCHLEIFEhat keinen eigenen Abbruch im Kopf.ABBRUCH <Bedingung>innerhalb der Schleife beendet sie.ABBRUCHmuss direkt in der Schleife stehen, nicht verschachtelt in einemWENN.
7. AUFRUF
AUFRUF berechneSumme(a, b)
- Zeigt einen Unterprogrammaufruf als Block mit Begrenzungsstrichen an.
8. RUECKGABE
RUECKGABE summe
- Beendet die Funktion und gibt einen Wert zurück.
- Dargestellt als Block mit symmetrischen Pfeilspitzen.
Einrückung
- Verwende 2 oder 4 Leerzeichen pro Ebene.
- Keine Tabs (oder konsistent nur Tabs).
- Die Einrückung des Inhalts muss immer größer sein als die des umgebenden Schlüsselworts.
Beispiel (korrekt):
SEQUENZ
WENN x > 0
Ausgabe: positiv
SONST
Ausgabe: nicht positiv
ENDE
ENDE
Beispiel (falsch):
SEQUENZ WENN x > 0 ← fehlt Einrückung! Ausgabe: positiv ← fehlt Einrückung! ENDE
Vollständiges Beispiel
SEQUENZ
a = 1
summe = 0
FALL wochentag
IST 1
Ausgabe: Montag
IST 2
Ausgabe: Dienstag
IST 3
Ausgabe: Mittwoch
SONST
Ausgabe: anderer Tag
ENDE
ENDLOSSCHLEIFE
Schleifeninhalt
ABBRUCH a > 10
ENDE
RUECKGABE summe
ENDE
Tipps
- Text innerhalb der Blöcke ist frei wählbar (z.B.
Ausgabe:,berechne,x = x + 1). - Die
FALL-Kopfzeile passt sich automatisch der Anzahl der Fälle an. - Braille-Zeichen (Euro-850) werden als Punktraster gerendert.
- Rahmenstärke und Schriftgröße können in
CONFIGimindex.htmlangepasst werden. - Tastatur-Shortcut: Im Eingabefeld kannst du Strg+Eingabe drücken, um direkt zu rendern.
Export
- SVG: Direkt als Vektorgrafik herunterladen.